Die schärfsten Chilis der Welt
gehören zur Art Capsicum Chinese . Der Artname lässt eine Herkunft aus China vermuten, daß stimmt aber nicht. Obgleich der genaue Ursprung unbekannt ist, nehmen Ethnobotaniker an, daß der Ursprung in Südamerika liegt und sie von dort in das karibische und zentrale Amerika über Kolumbien abwanderten. Eine intakte Frucht von einem kleinen domestizierten Habanero wurde in der Höhle Guitarrero im peruanischen Hochland gefunden. Er wurde auf 4.500 vor Christi datiert.
Auf spanisch bedeutet Habanero "von Havana", als Bezug zur Stadt Havana auf Kuba. Es ist der einzige Chili in Yucatan, der keinen Namen aus der Maya Sprache hat und führte zu der Auffassung, daß er aus Kuba eingeführt wurde. Jedoch ist dieser Chili heute in Kuba unbekannt.
Das größte Anbaugebiet liegt auf der Halbinsel Yucatan - hauptsächlich in México, aber auch in Nordbelize. Es gibt kleine Anbaugebiete in Jamaika und in Trinidad, aber auf den meisten karibischen Inseln werden "Scotch Bonnet" angebaut.
In Asien werden sie mittlerweile zwar angebaut, aber sie haben dort keine erkennbare Tradition in der Küche. Aus Indien kommt z.B. "Desi Teekhi". Ich kenne eine Habanerosorte aus Vietnam, aber mir ist kein entsprechendes Rezept bekannt. Ein Zeichen dafür, daß sie erst seit kurzem dort kultiviert werden. Auf den Philippinen, einer ehemaligen spanischen Kolonie, gibt es "Filipino".
Aus Indien / Bangladesh sind vor kurzem "Bhi Jolokia", "Bhut Jolikia" und "Naga Morich" gekommen. Über den Umweg England kommen "Dorset Naga", welche aber wohl mit "Bhi Jolokia" identisch sind. Die Schärfe dieser Chilis stellt alles bisherige in den Schatten. Es wurden von seriösen Instituten Werte von über 1.000.000 SCU gemessen.
Dorset Naga = Bhi Jolokia?
Naga Morich = Bhi Jolokia?
Die große Nachfrage nach Habaneros hat dazu geführt, daß auch in den USA Habaneros angebaut werden. Es gibt Farmen in Kalifornien, Florida und Texas. Aber auch in Afrika werden C.Chinese angebaut: Der ultrascharfe "Fatalii" in Zentralafrika, "Burkina Yellow" aus Burkina Faso, "Gambia" und "Ose Utoro" ( welche man häufig in Afro Shops bekommt) sowie "Safi" in Westafrika.
Auch in Europa werden Habaneros kommerziell im Gewächshaus angebaut. In Holland, aber erstaunlicherweise auch in England auf der "South Devon Chilli Farm".